Welche Regeln gelten beim Blackjack in der Spielbank?

Beim Blackjack in der Spielbank setzt jeder Gast gegen die Bank. Ziel ist es, mit den Karten 21 Punkte zu erreichen oder dem Wert so nah wie möglich zu kommen, ohne ihn zu überschreiten. Asse zählen elf oder einen Punkt, Bilder zehn, alle anderen Karten ihren aufgedruckten Wert.

Gespielt wird mit mehreren Kartenspielen zu je 52 Blatt, das schreiben die bayerischen Spielregeln ebenso wie die Spielbank Wiesbaden. Die Karten werden offen ausgegeben, nach den bayerischen Regeln zuerst eine an jeden Spieler und zuletzt eine an die Bank, danach folgt die zweite Karte. Die Entscheidung liegt bei Ihnen: Mit „Karte“ fordern Sie weitere Karten an, mit „nein“ bleiben Sie stehen.

Wer über 21 kommt, verliert sofort. Liegen Sie näher an 21 als die Bank, gewinnen Sie in Höhe Ihres Einsatzes. Überschreitet die Bank 21, haben alle Einsätze gewonnen, die noch im Spiel sind.

Wie läuft eine Runde am Blackjack-Tisch ab?

Die Runde folgt einem festen Takt, den der Dealer vorgibt.

  1. Sie setzen Ihren Einsatz in die Box. Mindest- und Höchsteinsatz stehen am Tisch.
  2. Der Dealer gibt die Karten offen aus.
  3. Haben Sie ein Ass mit einem Bild oder einer Zehn, ist das ein Black Jack und wird mit 3 : 2 bezahlt.
  4. Ohne Black Jack entscheiden Sie über Karte oder Bleiben, bei passenden Karten auch über Verdoppeln oder Teilen.
  5. Zuletzt spielt die Bank ihr Blatt, und die Einsätze werden abgerechnet.

Die Spielbank Wiesbaden beschreibt, dass der Dealer mit den Worten „Nichts geht mehr“ das Setzen abschließt. Danach darf kein Einsatz mehr gesetzt oder geändert werden.

Wann muss die Bank ziehen, was zahlt der Black Jack?

Die drei geprüften Quellen stimmen in den Kernregeln überein, sie unterscheiden sich in dem, was sie ausführen. Die bayerischen Spielregeln (Stand August 2018) sind die vollständigsten, die Hausseiten von Berlin und Wiesbaden nennen nur einen Teil.

RegelBayerische SpielregelnSpielbank BerlinSpielbank Wiesbaden
Bank ziehtbei 16 oder weniger, ab 17 nicht mehrbis mindestens 17 Punkte, bei 17 muss sie anhaltenbis mindestens 16, ab 17 keine Karte mehr
Black Jack3 : 2das 1,5-Fache des Einsatzesdas 1,5-Fache des Einsatzes
Verdoppelnbei 9, 10 oder 11, danach eine Kartebei 9, 10 oder 11Verweis auf das Personal
Teilenbei gleichem Wert, weitere Teilungen möglichbei zwei gleichwertigen KartenVerweis auf das Personal
VersicherungHälfte des Einsatzes, 2 : 1auf der Seite nicht erwähntauf der Seite nicht erwähnt
GleichstandGast verfügt über den EinsatzEinsatz bleibt für die nächste Runde stehennicht erwähnt

Keine dieser Seiten sagt, wie die Bank mit einem weichen 17 umgeht, also mit einem Ass, das als elf zählt. Die bayerischen Regeln sprechen nur von einem Punktwert von 17 oder mehr. Wenn es Ihnen darauf ankommt, fragen Sie den Dealer.

Wie funktionieren Versicherung, Verdoppeln und Teilen?

Die bayerischen Regeln erklären alle drei Möglichkeiten im Detail. Berlin und Wiesbaden bestätigen Verdoppeln und Teilen im Kern, die Versicherung nennt keines der beiden.

Versicherung. Zeigt die Bank mit der ersten Karte ein Ass, können Sie sich gegen einen Black Jack der Bank versichern. Dafür setzen Sie die Hälfte Ihres Einsatzes auf die Versicherungslinie. Hat die Bank einen Black Jack, zahlt die Versicherung 2 : 1, sonst ist der Versicherungseinsatz verloren. Statt der Versicherung können Sie bei eigenem Black Jack mit der Ansage „pay me out“ sofort 1 : 1 kassieren.

Verdoppeln. Ergeben Ihre ersten beiden Karten neun, zehn oder elf Punkte, verdoppeln Sie den Einsatz und bekommen noch eine Karte. Die Berliner Hausseite nennt dieselben drei Werte.

Teilen. Haben Sie zwei Karten gleicher Ziffer oder gleichen Werts, bilden Sie mit einem zweiten Einsatz in Höhe des ersten eine zweite Hand. Bei zwei Assen gibt es auf jedes Ass nur eine weitere Karte, und ein Ass mit einer Zehn oder einem Bild zählt in einem geteilten Spiel als 21, nicht als Black Jack.

Was bedeuten Box, Stand off und Schneidekarte?

Das Tableau besteht aus mehreren Boxen. Wer vor einer Box sitzt, ist Boxinhaber und bestimmt allein über den Spielablauf dieser Box. Andere Gäste dürfen auf dieselbe Box mitsetzen, der Gesamtbetrag darf aber das festgesetzte Maximum nicht überschreiten. Jeder Gast kann auch in mehreren Boxen spielen.

Ein Gleichstand heißt in den bayerischen Regeln „stand off“, „en carte“ oder „égalité“. Der Einsatz gewinnt dann nicht, geht aber auch nicht verloren, Sie können ihn stehen lassen, verändern oder zurückziehen. Das gilt auch, wenn Ihr Black Jack auf einen Black Jack der Bank trifft.

Beim Mischen lässt der Dealer nach den bayerischen Regeln einen Spieler das Paket mit einer neutralen Karte schneiden. Er trennt mit dieser Karte einen Teil des Pakets ab. Erscheint die Schneidekarte im Spiel, wird nur noch die laufende Runde beendet und danach neu gemischt. Wo eine Kartenmischmaschine läuft, entfällt dieses Vorgehen.

Welche Zusatzwetten gibt es?

Die bayerischen Spielregeln führen zwei Nebeneinsätze, die Sie vor der Kartenausgabe platzieren. Sie sind optional, das Grundspiel läuft ohne sie.

ZusatzwetteWorauf Sie setzenAuszahlung
Bustdie Bank überschreitet 215 : 2
Twinsdie ersten beiden Karten der Box haben denselben Wert11 : 1

Beim Bust darf der Einsatz höchstens die Hälfte des Maximums aller Boxen betragen. Beim Twins liegt das Maximum bei 20 % des Boxenmaximums. Welche Nebenwetten ein Haus anbietet, steht auf dem Tableau des Tisches.

Welche Einsätze sind am Blackjack-Tisch möglich?

Mindest- und Höchsteinsatz pro Box legt jedes Haus selbst fest und gibt sie am Tisch an. Die Spielbank Berlin nennt für ihr Haus am Potsdamer Platz einen Mindesteinsatz von 4,00 Euro und ein Maximum von 1.000,00 Euro. Die Spielbank Wiesbaden nennt auf ihrer Blackjack-Seite keine Beträge.

Nach den bayerischen Regeln müssen alle Einsätze durch den Mindesteinsatz pro Box teilbar sein. Ein Einsatz von 25 Euro an einem Tisch mit 10 Euro Minimum ist also nicht möglich, 30 Euro dagegen schon. Das Tischschild gilt vor jeder Angabe auf einer Webseite, denn die Limits können sich je nach Haus und Tisch unterscheiden.

Wie hoch ist die Auszahlungsquote beim Blackjack?

Die Spielbanken Berlin und Hamburg nennen für den Black Jack eine durchschnittliche Auszahlungsquote von 94,3 %. Die Berliner Seite fügt hinzu, dass sie von der Spielweise abhängt. Zum Vergleich: Beim Roulette geben dieselben Häuser rund 97,3 % an.

Die Zahl ist ein Mittelwert über sehr viele Runden. In einer einzelnen Runde entscheidet allein die Verteilung der Karten, und kein Sitz und keine Systemwette ändert das. Blackjack verlangt Entscheidungen, aber es bleibt ein Glücksspiel mit einem Vorteil für das Haus.

Welche Spielbanken bieten Blackjack an?

Von den 68 aktiven deutschen Standorten im Datensatz nennen 44 ihr Tischspielangebot. Unter diesen führen 41 Blackjack, in den Hausseiten teils als „Black Jack“ geschrieben. Nur die Spielbanken Bad Ems, Saarbrücken und Trier nennen Roulette ohne Blackjack.

BundeslandHäuser mit BlackjackBeispiel
Bayern9Bad Reichenhall, siehe Bayern
Nordrhein-Westfalen5Duisburg, siehe NRW
Niedersachsen4Hannover, siehe Niedersachsen
Schleswig-Holstein4Kiel, Lübeck, Flensburg, Schenefeld
Baden-Württemberg3Stuttgart, siehe Baden-Württemberg
Berlin3Potsdamer Platz, siehe Berlin
Hessen3Wiesbaden, siehe Hessen
Rheinland-Pfalz3Mainz, siehe Rheinland-Pfalz
Sachsen-Anhalt3Magdeburg, siehe Sachsen-Anhalt
Brandenburg2Potsdam, siehe Brandenburg
Hamburg1Casino Esplanade, siehe Hamburg
Mecklenburg-Vorpommern1Rostock-Warnemünde, siehe Mecklenburg-Vorpommern

Die Zeiten, zu denen der Spielsaal öffnet, unterscheiden sich von Haus zu Haus. Das bayerische Haus Bad Reichenhall etwa nennt für Black Jack einen Beginn täglich ab 20:00 Uhr, in Bad Kötzting gilt Blackjack Freitag und Samstag ab 20:00 Uhr. Die aktuellen Zeiten zeigt die Anzeigetafel auf der Startseite.

Welche Etikette gilt am Blackjack-Tisch?

Am Tisch ist vieles Gewohnheit, einiges steht in den Spielregeln. Die bayerischen Regeln legen fest, dass der sitzende Spieler als Boxinhaber allein über den Spielablauf bestimmt. Wer stehend mitsetzt, ist an dessen Entscheidung gebunden, und Ratschläge zu Teilen, Verdoppeln, Ziehen oder Bleiben sind stehenden Mitspielern grundsätzlich nicht erlaubt.

Weitere Punkte, die sich aus den Regeln ergeben:

  • Setzen Sie nur innerhalb der Grenzen am Tisch. Alle Einsätze müssen durch den Mindesteinsatz pro Box teilbar sein.
  • Setzen, Versichern und Nebenwetten sind vor der Kartenausgabe oder in der dafür vorgesehenen Phase zu erledigen. Nach „Nichts geht mehr“ wird nichts mehr geändert.
  • Fragen Sie, wenn Sie eine Regel nicht kennen. Die Spielbank Wiesbaden schreibt, dass ihre Angestellten bei Teilen, Verdoppeln und anderen Feinheiten gerne helfen.
  • Für Kleidung, Eintritt und Ausweis gelten die Regeln des Hauses, nachzulesen in der Kleiderordnung in deutschen Spielbanken.

Die Teilnahme setzt Volljährigkeit voraus, in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bremen sind es 21 Jahre, mehr dazu unter Mindestalter. Am Einlass wird der Ausweis geprüft und mit der Sperrdatei OASIS abgeglichen. Hilfe bei Glücksspielproblemen bietet die BZgA-Telefonberatung unter 0800 1 37 27 00.